Individualbegleiter unterstützen Ihr Kind: So funktioniert Inklusion im Kindergarten

Ein Zusammenspiel aus Individualbegleitung und einer inklusiven Frühpädagogik

Inklusion im Kindergarten: Das Recht auf Teilhabe

Die „Leitlinien für die Bildungspolitik“ der UNESCO-Kommission verknüpfen Inklusion mit dem Anspruch auf Teilhabe:

„Inklusion im Bildungsbereich bedeutet, dass allen Menschen die gleichen Möglichkeiten offenstehen, an qualitativ hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre Potenziale zu entwickeln, unabhängig von besonderen Lernbedürfnissen, Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen.“

Je früher somit die Inklusion in der Gesellschaft greift, desto eher lassen sich Barrieren in den Köpfen abbauen.

Was bedeutet das für Ihr Kind in der Kita und Krippe?

Kinder mit besonderem Förderbedarf haben einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz. Ihr Kind bleibt somit in seinem sozialen Umfeld und wächst gemeinsam mit nicht behinderten Kindern auf (s. Sozialgesetzbuch). Dies ist Integration von der ersten Stunde für ein gemeinsames Verständnis.

Individualbegleiter unterstützen Inklusion im Kindergarten

Aufgabe unserer Erzieher ist es, das individuelle Potenzial jedes Kindes so gut wie möglich auszuschöpfen. Dabei werden Sie durch die Individualbegleitung unterstützt. Folgende Erfolgsfaktoren sichern mehr Inklusion im Kindergarten:

  • Fragen fragen lassen
    Kinder sind neugierig. Lassen Sie die anderen Kinder fragen. So werden Fragen nach Hilfsmitteln, wie z.B. Lupe oder Rollstuhl, gemeinsam von Ihrem Kind und unserem Individualbegleiter beantwortet.
  • Stärken stärken
    Lenken Sie den Blick gezielt auf die Stärken jedes einzelnen Kindes – weg von möglichen Einschränkungen. So kann jedes Kind mit seinen individuellen Stärken etwas zur Gemeinschaft beitragen. Unsere Individualbegleiter kennen Ihr Kind und seine Stärken.
  • Spielsachen vielseitig nutzen
    Spielzeug sollte vielfältig bespielt und eingesetzt werden – passend für jede Entwicklungsstufe. Der Individualbegleiter führt Ihr Kind immer wieder an die Spielsachen heran.
  • Medien prägen Anschauungen
    Bücher, Lieder oder Filme prägen Kinder entscheidend in ihrem Weltbild. Individualbegleiter unterstützen ein freies Weltbild von Diversität und Vorurteilsfreiheit – vermittelt durch gemeinsames Vorlesen, Singen und Spielen.

Integrationshelfer bzw. Individualbegleiter bauen Vorurteile ab

Wir alle sind nicht vorurteilsfrei. Dies kann man im täglichen Leben leicht feststellen, wenn man sich und die Handlungen der anderen einfach einmal hinterfragt. 

Unsere Assistenten für Ihr Kind versuchen mit geschickten Fragen, hinter die Aussagen und Handlungen des Umfeldes zu blicken. Dabei werden u.a. Fragen gestellt, wie z.B.:

  • Welche Erlebnisse führen dazu, dass Menschen so denken?
  • Hat man eventuell etwas übersehen bei seiner Entscheidung oder Einstellung?
  • Gibt es auch andere Perspektiven?
  • Gab es überhaupt eine faire Chance in der Beurteilung?
  • Bestehen eventuell Alternativen zur Handlung?

Inklusion im Kindergarten braucht individuelle Lösungen

Da jedes Kind individuelle Bedürfnisse und Stärken hat, gibt es bei der Umsetzung von Inklusion keine Patentrezepte. Deshalb ist es besonders wichtig, dass unsere  Individualbegleiter eng und flexibel mit den Erziehern Ihres Kindes zusammenzuarbeiten, sich bei Bedarf gegenseitig unterstützen und ein starkes Netzwerk aufbauen – zur Entwicklung Ihres Kindes.

Inklusion im Kindergarten:
Braucht mein Kind eine Individualbegleitung?

Was ist eine Individualbegleitung

Kinder mit körperlichen, seelischen und/oder geistigen Behinderungen benötigen Unterstützung beim Besuch im Kindergarten bzw. in der Kindertagesstätte. Diese Unterstützung bieten unsere Individualbegleiter.

Andere Bezeichnungen für Individualbegleiter sind „Integrationsassistenz“ und „Integrationshelfer“.

Individualbegleitungen bieten sich bei vielen Situationen an

So helfen Integrationsassistenten u.a. bei folgenden Einschränkungen:

  • Entwicklungs- bzw. Sprachstörungen
  • Epilepsie
  • ADS / ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung)
  • ASS / Autistische Spektrums Störung (Frühkindlicher Autismus, Autismus-Syndrom, atypischer Autismus, High-Functioning-Autismus, Asperger-Syndrom, Autistische Züge)
  • Rett-Syndrom
  • Down-Syndrom
  • Angelman-Syndrom

Welche Aufgaben übernimmt der Integrationsassistent?

Individualhelfer…

  • unterstützen bei der Organisation des Kindergartenalltags (z.B. Freispiel und Essen)
  • begleiten bei Kita-Aktivitäten und -Ausflügen
  • erleichtern die Kommunikation mit Erziehern und anderen Kindern
  • sorgen für eine leichtere Integration in die Gruppe
  • stärken den sozio-emotionalen Bereich Ihres Kindes
  • übernehmen bei Bedarf pflegerische Tätigkeiten
  • leiten Ihr Kind an, den Alltag langfristig selbständig zu bewältigen.

Der Handlungsgrundsatz des Individualbegleiters lautet: „So wenig Unterstützung wie möglich, so viel wie nötig“.

Inklusion im Kindergarten: Das Ziel unserer Individualbegleitung

Das Ziel einer erfolgreichen Individualbegleitung ist die Eingliederung Ihres Kindes in die Gruppe und die Kindergartengemeinschaft. Die Hilfestellungen sind darauf ausgerichtet, mit der Zeit selbstständig den Alltag zu bewältigen.

Individualbegleiter unterstützen Ihr Kind deshalb nur, wenn es eine Aufgabe nicht selbst bewältigen kann. Sobald Ihr Kind die Aufgaben in seinem Alltag ohne Hilfe schafft, zieht sich der Individualbegleiter – in Abstimmung mit Ihnen und der Kindergarteninstitution – immer mehr zurück.

Inklusion ist ein gesetzliches Recht

Inklusion im Kindergarten funktioniert leichter mit Begleitung

So kann Ihr Kind in den Kindergarten gehen, mit anderen spielen und Freunde finden.

Als Form der „Eingliederungshilfe“ ist die Individualbegleitung wie die Schulbegleitung im Sozialgesetzbuch (SGB) geregelt.

Dies alles klingt kompliziert. Wir unterstützen Sie jedoch auf Wunsch beim Antrag.

Kontaktieren Sie uns bei weiteren Fragen gerne.

  • 089 248 87 39 90

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